Online-Vergleichsportale: günstige Konditionen? Fehlanzeige!

Kreditvergleichsportale bzw. Vergleichsportale schießen wie Pilze aus dem virtuellen Boden. Von Mietwagen, über Flüge und Versicherungen bis hin zu Krediten – online vergleichen können Verbraucher mittlerweile fast alles. Der Grund dafür ist ein einfacher. Kunden sind immer auf der Suche nach den günstigsten Produkten. Wer diese scheinbar liefern kann, erschließt daher einen gigantischen Markt. Doch wie so oft profitiert auch hier meistens nur eine Seite – und zwar die der Anbieter.

Ganz im Sinne von Geiz ist geil, überschlagen sich Online-Vergleichsportale daher mit dem Versprechen, die besten Preise und die niedrigsten Zinssätze zu finden. Doch die verlockende Vergleichsportal-Welt ist bei näherer Betrachtung nur ein schöner Schein. Denn die Plattformen sind weder unabhängig, noch berücksichtigen sie den gesamten Markt oder gehen auf die individuellen Bedürfnisse der Kunden ein. Wer wirklich vergleichen will, muss daher auf bewährte Methoden zurückgreifen.

Gleiche Kredite für alle?

Vergleichsseiten bieten auf dem ersten Blick alles, was das Sparerherz begehrt –

  • die vielversprechendsten Produkte nach Konditionen geordnet,
  • unbürokratische Vertragsabschlüsse und
  • rasche Abwicklung.

Doch Vorsicht ist angebracht! Denn auch Vergleichsportale listen lediglich Produkte auf, wenn Verträge mit deren Anbietern bestehen. Gerade bei Kreditvergleichsseiten ist die 100%ige Marktdarstellung nichts als reine Illusion. Viele Kredite sind zudem pure Lockangebote, deren Konditionen auf „Idealkunden“ zugeschnitten sind. Mehr noch, besteht bei manchen Angeboten sogar durch den bloßen Vergleich die Gefahr der Verschlechterung des eigenen Schufa-Scores und somit sinkt auch die Wahrscheinlichkeit, überhaupt einen Kredit zu erhalten.

Denn Kredite sind auch im Internet bonitätsabhängig. Das bedeutet, dass sich die Kreditkonditionen nach der finanziellen Situation der kreditanfragenden Person richten und somit nicht für alle gleich sind. Ein vermeintlich günstiges Kreditangebot muss daher nach der Bonitätsabfrage nicht günstig bleiben. Seriöse Portale zeigen daher mittlerweile den „Zweidrittel-Zinssatz“ an, also die Zinsbedingungen, die zwei Drittel der anfragenden Personen erhalten. Die angegebenen Top-Zinssätze würden hingegen nur Personen erhalten, die keine Kredite benötigen.

Fallende Kreditwürdigkeit beim Vergleichen

Wer tatsächlich nur Kreditkonditionen vergleichen will, sollte bei den Vergleichsportalen unbedingt auf das Kleingedruckte achten. Denn geht aus dem Kreditvergleich eine Kreditanfrage hervor, so beeinflusst das den Schufa-Basisscore negativ. Die „Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung“ speichert Kreditanfragen für ein Jahr. Kommt es in diesem Zeitraum zu mehreren Anfragen – wie bei einem Vergleich üblich – so wertet die Schufa das als negative Entscheidung der Bank und damit als weniger kreditwürdig. Daher gibt es die Schufa-Auskunft als Kreditanfrage oder als Konditionsanfrage. Denn Letztere beeinflusst die eigene Bonität nicht und sollte bei einem Kreditvergleich unbedingt Anwendung finden.

Vergleichen ist gut, Beratung ist besser

Wer nur einen Überblick über die aktuellen Kreditkonditionen erhalten möchte, der kann sich auf Vergleichsseiten ruhig umschauen. Kreditsuchende sollten sich allerdings nicht nur auf diese Portale verlassen. Auch Verbraucherschützer sind mittlerweile auf die Online-Kreditvergleiche aufmerksam geworden und raten dazu, zumindest auch die Vergleichsseiten zu vergleichen und zusätzlich die Hausbank zu konsultieren. Wer auf Nummer sicher gehen will, lässt sich von Experten beraten. Denn professionelle Kreditmakler

  • kennen den gesamten Markt,
  • die Tücken einzelner Kredite und
  • bieten eine umfangreiche Beratung und Betreuung der Kunden.
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