Schuldenfalle Smartphone & Internet – junge Schuldner besonders betroffen

Phubbing ist ein Neologismus, den ein australischer Verlag im vergangenen Jahr schuf. Das Wort setzt sich aus den Begriffen „Phone“ und „snubbing“, dem englischen Wort für „Abweisung“, zusammen und beschreibt das immer häufigere Phänomen, dass sich überwiegend junge Menschen nur mit ihrem virtuellen Leben via Smartphone beschäftigen und sich nicht mit realen Anwesenden unterhalten. Aber sie investieren nicht nur viel Zeit in die mobilen Geräte, sondern auch viel Geld, wie das Statistische Bundesamt herausfand. Demnach haben die unter 25-jährigen Schuldner im Durchschnitt finanzielle Außenstände in Höhe von 7.454 Euro, die meisten davon bei Banken und Kommunikationsunternehmen.

Die Statistiker werteten die Daten von insgesamt 90.000 Schuldnern aus, die sich im letzten Jahr in der Obhut einer Beratungsstelle befanden. Ca. 6.300 Personen waren dabei unter 25 Jahre alt, über 4.000 davon waren aufgrund von Telefon- oder Internetrechnungen verschuldet. Mit durchschnittlich 1.350 Euro standen die unter 25-Jährigen bei den Kommunikationsanbietern in der Kreide, das sind knapp 18 % ihrer gesamten Schulden. Smartphones sind demnach bedeutende Statussymbole für Jugendliche und junge Erwachsene. Denn im Durchschnitt verdienten diese gerade einmal 725 Euro netto. Es sind also zwei Monatseinkommen nötig, um diese Verbindlichkeiten zu bedienen.

Ursachen für Schulden

Bei 23,6 % der Betroffenen war Arbeitslosigkeit der Auslöser der Schuldenanhäufung. Mit 25,2 % traf das sogar noch häufiger auf die unter 25-Jährigen zu. Der Verlust des geregelten Einkommens ist damit nach wie vor der häufigste Grund für Verschuldung. Ansonsten unterscheiden sich allerdings die Anlässe bei den jungen Schuldnern und den Älteren. Während bei den Jüngeren lediglich bei 3,8 % der Fälle eine Trennung, Scheidung oder Tod des Partners zu Schulden führte, waren insgesamt 13,6 % der Schuldner davon betroffen. Beim Haushalten mit den zur Verfügung stehenden Finanzen gab es ein umgekehrtes Bild. 11,2 % der Gesamtheit der Schuldner wirtschaftete über den eigenen Verhältnissen, bei den unter 25-Jährigen betraf das aber 20,4 %.

Schuldensanierung hilft

Jährlich melden rund 100.000 Privatpersonen in Deutschland Insolvenz an. Überschuldung ist daher kein seltenes Phänomen, sondern vielmehr ein gesamtgesellschaftliches. Alleinlebende und Alleinerziehende sind dabei dem größten Schuldenrisiko ausgesetzt. Die durchschnittliche Schuldensumme liegt bei rund 33.000 Euro. Oftmals bestehen Forderungen bei zahlreichen Gläubigern, sodass die Schuldensituation allein weder überblickt, noch bewältigt werden kann. Professionelle Hilfe ist dann der einzige Ausweg.

Die Folgen einer Privatinsolenz sind schwerwiegend und langwierig. Damit es nicht dazu kommt, empfehlen wir eine umfassende Schuldensanierung beim Fachmann. Das Schlimmste kann dadurch rechtzeitig abgewendet und die finanzielle Situation wieder in ruhige Fahrwässer gelenkt werden. Hier erfahren Sie alles Wichtige zur Schuldensanierung und Schuldenregulierung.

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