Abnahmeverpflichtung

Was ist eine Abnahmeverpflichtung?

Die Verpflichtung kommt aus dem Kreditbereich. Viele Kreditverträge sehen vor, dass der zugesagte Betrag innerhalb einer gewissen Zeit auch abgenommen werden muss. Die Bank gibt einen gewissen Rahmen des Kreditspielraumes dabei vor. Sobald die Auszahlungsvoraussetzungen gegeben sind, wird dann der Kredit entsprechend auf Anforderung des Kunden ausgezahlt.

Welche Kredite betrifft die Abnahmeverpflichtung?

Bei einem Ratenkredit ist dies keine Frage, denn dieser wird meistens sofort bei Zusage ausgezahlt. Deshalb ist diese Verpflichtung völlig unproblematisch. Bei Dispokrediten und Überziehungsmöglichkeiten gibt es keine Abnahmeverpflichtung, diese werden nur freiwillig vom Kunden in Anspruch genommen. Die Verpflichtung zur Abnahme wird im Wesentlichen bei Baukrediten und gewerblichen Darlehen relevant. So werden Immobiliardarlehen meistens nicht in einem Betrag ausgezahlt sondern kommen nach Baufortschritt zur Auszahlung. Wer sich dann einen zu großen Kreditrahmen gesichert hat, benötigt nicht dem gesamten Betrag. Dann muss mit der Bank über die Abnahmeverpflichtung verhandelt werden.

Besondere Hinweise zur Abnahme

Die Abnahmeverpflichtung ist nicht zu verwechseln mit den Bereitstellungszinsen. Die Abnahme an sich kostet erst einmal nichts. Allerdings wird ein Betrag fällig für die Nichtabnahme. Dies nennt man dann Nichtabnahmeentschädigung. Im Verbraucherdarlehensbereich ist diese Entschädigung noch oben begrenzt, so darf sie nicht mehr als ein Prozent des nicht abgenommenen Betrages sein.

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