Abschreibung

Abschreibungen – gewinnmindernde Aufwendungen

Als Abschreibungen bezeichnet man in der Wirtschaft bestimmte Wertminderungen von Sachanlagen und materiellem Vermögen, die aufgrund der zeitlichen Nutzung entstanden sind. Dabei werden Anlagen wie Maschinen oder auch Kraftfahrzeuge aus dem Unternehmensfuhrpark über die Jahre hinweg abgenutzt und dieser Vorgang muss letztendlich dokumentiert werden. Bei der Abnutzung muss zunächst noch unterschieden werden zwischen der normalen, zeitlichen Abnutzung und einer plötzlichen Abnutzung oder Wertminderung, durch einen außerplanmäßigen Vorgang. Abschreibungen müssen laut Gesetzgeber monatlich oder jährlich ermittelt werden und fließen schließlich in die Gewinn- und Verlustrechnung eines Unternehmens mit ein.

Eine Abschreibung einer bestimmten Sachanlage, beispielsweise einer Maschine, vermindert den Unternehmensgewinn, da sie in der Gewinn- und Verlustrechnung wie anderweitige Aufwendungen behandelt werden. Folglich wird durch hohe und häufige Abschreibungssummen der erwirtschaftete Gewinn eines Unternehmens vermindert. Diese Tatsache wird jedoch häufig eingesetzt, um den Reingewinn einer Periode oder eines abgelaufenen Geschäftsjahres bewusst zu vermindern, um so niedrigere Steuerbelastungen zu erzielen.

Die Abschreibung erfolgt heutzutage nicht mehr degressiv, sondern überwiegend linear. Dies bedeutet, dass ein Objekt konstant über die Dauer seiner betrieblichen Nutzungszeit abgeschrieben wird. Der Anschaffungswert wird durch die gesetzlich vorgegebene Nutzungsdauer dividiert und als Ergebnis bleibt die jährlich abzuschreibende Summe. Dabei muss jedoch zwischen bilanzieller und kalkulatorischer Abschreibung differenziert werden. Bei der bilanziellen wird die vom Gesetzgeber vorgeschriebene Nutzdauer für ein Objekt verwendet, bei der kalkulatorischen dagegen wird die betriebliche oder tatsächliche Nutzdauer verwendet, die durchaus von der gesetzlichen abweichen kann.

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