Aktivierungswert

Der Aktivierungswert ist ein Begriff aus dem Rechnungswesen. Jedes Unternehmen, das zur doppelten Buchführung verpflichtet ist, muss eine Bilanz aufstellen, die eine Aktivseite und eine Passivseite besitzt. Als Aktivierung wird die erstmalige Einbeziehung eines Vermögenswertes in die Bilanz bezeichnet. Der Wert, den dieser Vermögensgegenstand aufweist, ist der Aktivierungswert.

Aktivierungspflicht und Aktivierungswahlrecht

Es gibt eindeutige gesetzliche Vorgaben, welche Vermögenswerte unbedingt in die Jahresbilanz aufgenommen werden müssen und bei welchen Vermögenswerten ein Wahlrecht besteht. Im erstgenannten Fall wird von einer Aktivierungspflicht und im zweigenannten Fall von einem Aktivierungswahlrecht gesprochen.
Grundsätzlich muss die Jahresbilanz sämtliche Vermögenswerte enthalten, zu denen auch eventuelle entgeltlich erworbene Firmenwerte gehören. Ein Aktivierungswahl besteht unter anderem für geringfügige Wirtschaftsgüter sowie für selbst geschaffene, immaterielle Vermögensgegenstände.

Aktivierungswert im Kreditwesen und in der Versicherungswirtschaft

Der Besitzer einer Kreditkarte kann in einigen Fällen selbst entscheiden, bis zu welchem Wert sie maximal monatlich belastet werden kann. Dieser Wert wird als Aktivierungswert bezeichnet. Die Höhe ist jedoch nicht beliebig wählbar, sondern muss sich in einem bestimmten Rahmen bewegen, der von der Bank festgelegt wird und sich sowohl nach den Konditionen der Bank als auch nach der Bonität des Kunden richtet. Aktivierungswert ist außerdem ein Begriff in der Versicherungswirtschaft. Hier handelt es sich um die Summe, die zuerst gezahlt werden muss, um den Versicherungsschutz aktivieren zu können.

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