Anzahlung

Unter einer Anzahlung versteht man eine Teilzahlung eines bestimmten Kaufpreises. Dieser ist aus der Einigung von Käufer und Verkäufer im Rahmen eines Kaufvertrags entstanden. Rein rechtlich gesehen handelt es sich bei solch einer Zahlung um eine Ausnahme, da normalerweise der gesamte Kaufpreis auf einmal zu zahlen ist. Der Grund für einen solchen Sonderweg wird manchmal deswegen gewählt, um den Beweis über den Vertragsschluss zu führen.

Anzahlungen werden im Alltag bei Pauschalreisen, Möbel- oder Autokäufen verwendet. Man unterscheidet bei dem Übergangszeitpunkt des Kaufgegenstandes:
Wird der Gegenstand bereits während der Anzahlung des Kaufpreises vom Verkäufer an den Käufer übergeben, dann geht der Verkäufer in Vorleistung und gibt einen Lieferantenkredit. In der Praxis ist es jedoch eher üblich, dass der Gegenstand erst nach vollständiger Zahlung dem Kunden gehört. Jetzt wird der Käufer zum Kreditgeber und trägt die entsprechenden Risiken. Bei den beiden Anzahlungsarten steht die Reservierung des zu kaufenden Gegenstandes im Vordergrund.

Abhängig vom Übergang des Gegenstands ist auch das Risiko unterschiedlich zu bewerten. Um einen Käufer vor Nichtlieferung zu schützen, können dem Käufer vom Verkäufer Antragsgarantien angeboten werden. Wird eine Anzahlung in einer Bilanz verbucht, so ist diese meistens als Verbindlichkeit zu buchen. Es kann hierfür jedoch auch Sonderfälle geben. Steuerrechtlich unterliegen Anzahlungen der Umsatzsteuerpflicht.

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