Auflassung

Was ist eine Auflassung?

Als Auflassung wird die dingliche Einigung zwischen Verkäufer und Käufer bezeichnet, dass das Eigentum an einem Grundstück übertragen werden soll. Sie muss bei gleichzeitiger Anwesenheit aller Parteien vor einer zuständigen Stelle – in der Regel ein Notar – erklärt werden (Legaldefinition § 925 Abs. 1 BGB), und führt zu einer Auflassungsvormerkung zugunsten des Erwerbers im Grundbuch. Das Erscheinen vor dem Notar ist keine höchstpersönliche Pflicht, eine Stellvertretung ist möglich. Streng von der dinglichen Einigung zu unterscheiden ist die schuldrechtliche Verpflichtung beider Parteien, also der Kaufvertrag. Allerdings soll die Auflassungserklärung vom Notar nur entgegengenommen werden, wenn ein gültiger – notariell beurkundeter – Kaufvertrag vorgelegt oder zumindest zeitgleich abgeschlossen wird.

Wo kommt die Auflassung vor?

Grundstücke werden durch Einigung und Eintragung ins Grundbuch wirksam übereignet. Die Auflassung wird normalerweise vor einem Notar erklärt und – oft zusammen mit dem Grundstückskaufvertrag – von diesem beurkundet. In Ausnahmefällen kann sie auch in einem gerichtlichen Vergleich oder einem rechtskräftig bestätigten Insolvenzplan erklärt werden.

Was gibt es noch zur Auflassung zu sagen?

Sie ist bedingungsfeindlich und darf auch nicht von einem bestimmten Zeitablauf abhängig gemacht werden. Zwar muss sie nicht notwendiger Weise notariell beurkundet werden, jedoch bietet die Beurkundung dem Käufer eines Grundstückes mehr Schutz. Anderenfalls könnte der Verkäufer seine Einwilligung noch bis zur Eintragung, also der vollständigen Eigentumsübertragung, widerrufen.

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