Beleihungsauslauf

Was ist der Beleihungsauslauf?

Der Beleihungsauslauf ist langläufig der Prozentwert der ausgenutzten Sicherheit im Rahmen eines grundpfandrechtlich gesicherten Darlehens. Die Berechnung kommt aufgrund einer Bewertung der Immobilie zu Stande. Dies kann einerseits durch Erfahrungswerte und auch alternativ durch die Bereitstellung eines Gutachtens erfolgen.

Arten der Berechnung

Der Beleihungsauslauf ist die zentrale Basis bei der Konditionsfindung und auch bei der letztendlich Genehmigung des Darlehens für eine Immobilienfinanzierung. Es gibt mehrere Methoden um den Auslauf festzustellen. Für private Wohnimmobilien wie Einfamilien- und Zweifamilienhäuser hat sich das Sachwertverfahren durchgesetzt. Hier wird neben dem Wert des Grundstückes der Wert der Immobilie gekürzt um einen Altersabschlag als Grundlage gesehen. Im Ertragswertverfahren wird zum Grundstückswert die Chance der Vermietung hinzugezählt. Entsprechend wird dieses Verfahren im wesentlichen bei Ertragsobjekten, also bei vermieteten Immobilien herangezogen. Einige Finanzinstitute sehen den Mittelwert daraus als Alternative an. Hierbei werden die beiden Werte zusammengezählt und daraus der Durchschnitt gebildet.

Grundlage für den Risikoausweis der Bank

Weiterhin ist der Beleihungsauslauf die Grundlage für den Risikoausweis. Dies bedeutet, dass bei der Beleihung wichtig wird, ob die Bank Eigenkapital, und wenn ja wie viel hinterlegen muss. Deshalb wird in der Beleihung immer mehr der begehrte Realkreditbereich gesucht. Hierbei wird der Beleihungsauslauf bei 60% festgelegt. Hier muss die Bank fast kein Eigenkapital hinterlegen.

GD Star Rating
loading...