Beleihungswert

Der Beleihungs-Wert kann bei einem Kreditgeschäft der oberste Wert für eine Beleihung sein. Der Wert garantiert, dass zu jeder Zeit eine Veräußerung des Gegenstandes zu diesem Wert sehr wahrscheinlich erzielt werden kann. Ein Beleihungswert ist in der Kreditbranche üblich, wie zum Beispiel bei Immobilien. Aber auch im Pfandrecht spielt dieser Wert eine große Rolle. Wird das Pfand nicht ausgelöst, so muss die Bank oder Institution einen neuen Käufer finden.

Beleihungswerte spielen vor allem bei Immobilienfinanzierungen eine entscheidende Rolle. Aus diesem Grund gibt es seit 2005 ein eigenes Gesetz zur Beleihung, das Pfandbrief-Gesetz. Es beschreibt im § 16 Abs. 2 PfandBG, dass der Wert der Beleihung den Marktwert nicht übersteigen darf. Dies muss in einem transparenten Verfahren sichtbar gemacht werden.

Der Verkehrswert sichert den Marktwert eines Gegenstandes, der Beleihungswert ist stets darunter anzusiedeln und sichert den wahrscheinlich erlösten Verkauf zu jeder Zeit. Das heißt dieser Wert ist mehr ein Sicherheitswert und hat demnach einen einkalkulierten Abschlag. Alle mit dem Objekt verbundenen Risiken müssen miteinbezogen werden. Der Beleihungswert ist damit auch ein Wert, der sich in die Zukunft richtet, anders als der Verkehrswert, der den Status Quo im hier und jetzt schätzt. Im deutschen Kreditwesen gibt es spezielle Formeln, die den Beleihungswert festlegen.

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