Beurkundung

Was ist eine Beurkundung?

Die Beurkundung ist eine besondere Art der Schriftform für vertragliche Vereinbarungen. Das Schriftstück wird von der Urkundsperson – vorwiegend dem Notar – nach den inhaltlichen Vorgaben der Vertragsparteien erstellt. Als öffentliche Urkunde erbringt sie den vollen Beweis für den beurkundeten Vorgang. Insbesondere kann mit ihrer Hilfe bewiesen werden, dass: alle Beteiligten vor einem Notar erschienen sind, ihnen der Inhalt zur Kenntnis gebracht wurde und sie ihn per Unterschrift genehmigt haben. Gleichzeitig stellt die Ausarbeitung durch den Notar sicher, dass die gesetzlichen Vorschriften eingehalten werden.

Wo kommt eine Beurkundung vor?

Wann eine Erklärung der Beurkundung bedarf ist gesetzlich explizit geregelt. Unabdingbar ist sie zum Beispiel beim Grundstückskaufvertrag, dem Erbvertrag, der Abtretung oder Verpfändung von Gesellschaftsanteilen einer GmbH, aber auch bei der Hypotheken- oder Grundschuldbestellung, wenn sich der Eigentümer gleichzeitig der sofortigen Zwangsvollstreckung unterwirft.

Was gibt es noch zur Beurkundung zu sagen?

Sie ist die strengste der gesetzlichen Formvorschriften, und soll verschiedene Funktionen erfüllen: die Erklärenden hinsichtlich des angestrebten Vertrages beraten, vor den Risiken der Verpflichtung warnen und das Zustandekommen der Vereinbarung beweisen. Darüber hinaus hängt von ihr in bestimmten – gesetzlich geregelten – Fällen die Gültigkeit des Rechtsgeschäftes an sich ab. Schließlich dient sie der Kontrolle und versetzt Behörden in die Lage, die durch den Vertrag ausgelösten Steuerpflichten – etwa Grunderwerbssteuer beim Grundstückskaufvertrag – zu überwachen.

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