Bonitätsprüfung

Vor der Vergabe von Krediten an Privatpersonen und Unternehmen führen Finanzinstitute und Investoren eine Bonitätsprüfung der Antragssteller durch. Darunter ist die persönliche Kreditwürdigkeit, die persönliche Zuverlässigkeit und Zahlungsfähigkeit der Antragsteller zur verstehen. Für die persönliche Kreditwürdigkeit werden berufliche und fachliche Qualifikationen vorausgesetzt. Der Nachweis dazu ist vom Antragsteller als natürliche Person und bei Unternehmensfinanzierungen von der Geschäftsführung zu erbringen.

Zur Bonitätsprüfung sind die Kredinstitute und Investoren nach dem Kreditwesengesetz verpflichtet. Die Vorschriften sind vom Gesetzgeber in den §§ 18 KWG und 56, 112, 144 SolvV geregelt. Zusätzlich bestehen für Banken und Finanzinstitute, auch nach der Kreditvergabe, Auflagen zur regelmäßigen Bonitätsprüfung.

Geprüft werden vom Kreditgeber, ob der Antragsteller die zu vereinbarenden Zahlungen für die Rückführung des Kredites leisten kann. Für die Prüfung der Kapitaldienstfähigkeit sind aussagefähige Unterlagen vorzulegen. Dazu gehören Bilanzen, betriebswirtschaftliche Statistiken, Ausgaben und Einkünfte, Lebenshaltungskosten, Güterstand, bestehende Kredite, Online-Verträge, Bankverbindungen, Sicherheiten sowie Informationen bei Auskunfteien. Von Existenzgründern werden qualifizierte Businesspläne erwartet. Sämtliche Daten werden zur Bonitätsprüfung zusammengeführt und ausgewertet. Diese bilden die Grundlage für die Kreditvergabe und dienen den Kreditgebern als Richtlinie für die Bonitätseinstufung. Grundsätzlich können bei einer hohen Bonitätseinstufung günstigere Konditionen, insbesondere Zinsen, verhandelt werden. Fällt die Einstufung negativ aus, muss dies nicht die Ablehnung des Kredites bedeuten. Um das Finanzierungsrisiko auszugleichen, werden höhere Zinsen verlangt.

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