Briefgrundschuld

Die Grundschuld

Wird ein Grundstück gekauft, wird die Zahlung für das Grundstück mit einer Grundschuld abgesichert. Kann der Käufer die vereinbarte Zahlung nicht leisten, wird die Grundschuld fällig. Zur Begleichung der Schuld wird das Grundstück üblicherweise versteigert.
Eine Grundschuld ist nicht mit einem Kredit verbunden, sondern mit dem Grundstückgeschäft. Zwei Arten von Grundschulden kennt das deutsche Gesetz: Die Briefgrundschuld und die Buchgrundschuld.

Die Briefgrundschuld

Eine Grundschuld wird bestellt, in dem der Eigentümer zustimmt, dass das Grundstück belastet wird. Das führt zu einem Antrag auf Grundbucheintragung der Schuld.
Voraussetzung für die Eintragung ist, dass der Eigentümer seine Bewilligung notariell beurkunden und öffentlich beglaubigen lässt und dann dem Grundbuchamt vorlegt.
Das Grundbuchamt erstellt nach der Eintragung der Grundschuld einen Grundschuldbrief, der besiegelt wird. Die Erteilung des Briefes ist mit Kosten verbunden.
Aus dem Grundbucheintrag ist zu entnehmen, ob es sich um eine Briefgrundschuld oder eine Buchgrundschuld handelt. Die Eintragung nennt einmal den Begriff Grundschuld und einmal den Begriff Grundschuld ohne Brief.
Die Briefgrundschuld wird gelöscht, in dem der Brief und die beglaubigte Bewilligung der Löschung, die der Gläubiger abgeben muss, dem Grundbuchamt vorgelegt wird. Soll bloß der Brief zurück gegeben werden, wird eine Löschung nicht erreicht.

Vorteile und Nachteile der Briefgrundschuld

Vorteilhaft ist, dass kein Eintrag in das Grundbuch erfolgen muss, sollte die Grundschuld abgetreten werden. Durch die Abtretung des Briefes wird die Abtretung bewiesen.
Eine Abtretung ist für Dritte nicht erkennbar und Kosten fallen auch nicht an.
Von Nachteil ist, dass die Briefschuld 25 % mehr Kosten verursacht als die Buchgrundschuld. Bei Verlust des Briefes muss ein langwieriges Aufgebotsverfahren eingeleitet werden, bevor der Brief außer Kraft gesetzt wird.

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