Courtage

Als Courtage bezeichnet man im Finanzwesen die Vermittlungsprovision, welche ein Makler beim Abschluss eines Börsengeschäftes am Parketthandel vom Käufer und Verkäufer zu jeweils gleichen Teilen erhält. Diese wird in der Regel in Promille vom Kurswert oder vom Nennwert (bei festverzinslichen Wertpapieren) berechnet. Die Bezeichnung leitet sich dabei von dem französischen Wort „courtier“, für den Makler oder Agent, ab.

Diese Vermittlungsprovision ist entweder nach der jeweiligen Gattung der gehandelten Wertpapiere (Staatspapiere, Dividendenpapiere, usw.), der Höhe des Kurswertes oder der Art des Geschäftes gestaffelt. Beim deutschen Börsenhandel fällt beim An- und Verkauf von Aktien und Bezugsrechten eine Provision von 0,06 % an. Beim An- und Verkauf von festverzinslichen Wertpapieren ist die Courtage etwas höher und liegt bei 0,075 % des Kauf- bzw. Verkaufswertes. Freie Makler sind jedoch nicht an diese Vorgaben gebunden und können auch eine andere oder teilweise auch höhere Courtage erheben. Generell gilt zu beachten, dass an Börsenplätze mit hohem Handelsvolumen und dadurch auch schnelleren Auftragsabwicklungen höhere Courtagen fällig werden als an kleineren Börsen.

Auf die Provision, welche von beiden handelnden Parteien je zur Hälfte entrichtet werden muss, kann der Makler jedoch erst dann Anspruch erheben, wenn das Geschäft rechtswirksam abgewickelt wurde. Die jeweilige Bank über die die Geschäfte durchgeführt wurden, stellt die Courtage anschließend den Kunden in Rechnung.

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