Damnum

Was ist ein Damnum?

Als Damnum wird der Unterschiedsbetrag zwischen dem Nennwert eines Darlehens und dem tatsächlich an den Darlehensnehmer ausgezahlten Wert bezeichnet. Dabei kann es einen Abschlag bei Auszahlung, auch Disagio genannt geben, oder einen Zuschlag (Agio) bei Rückzahlung geben. In der Regel kann der Ab- oder Zuschlag bis zu zehn Prozent betragen. Für den Kreditnehmer kann die Vereinbarung sich günstiger auf die Konditionen auswirken. Oftmals fallen diese besser aus als bei einer 100 prozentigen Auszahlung und die Monatsraten werden geringer.

Wo kommt das Damnum vor?

Der Begriff taucht in erster Linie bei Kreditgeschäften auf. Gerade bei Baufinanzierungen kommt es vor, dass es einen Abschlag in Form eines Disagios auf die Auszahlung gibt. Das vereinbarte Darlehen hat einen Nominalbetrag, auf den der Zins berechnet wird. Die Auszahlung an den Darlehensnehmer verringert sich aber um ein eventuelles Disagio oder erhöht sich bei der Rückzahlung um das Agio.

Was gibt es noch über ein Damnum zu sagen?

Steuerlich kann im außerbetrieblichen Bereich beim Darlehensnehmer das Damnum im Jahr der Kreditaufnahme als Werbungskosten geltend gemacht werden. Dagegen hat der Darlehensgeber es unter Einkünften aus Kapitalvermögen zu versteuern. Im betrieblichen Bereich gehört ein Agio oder Disagio zu den Rechnungsabgrenzungsposten in der Bilanz.

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