Disagio

Was ist ein Disagio?

Ist ein italienisches Wort und heisst so viel wie Diskont oder Abgeld. Der Begriff wird im Finanzwesen verwendet. Ein Geldbetrag oder Kurswert eines Wertpapieres wird um einen Preis minimiert. Im Wertpapierbereich wird eine Spanne bzw. der Preis vom Nennwert des Wertpapiers abgezogen. Beim Kredit ist der zurückzuzahlende Betrag höher als der ausbezahlte Kreditbetrag, der auf dem Konto eingeht.

Wo kommt es vor?

Das Wort wird im Bankwesen verwendet. Bei der Vergabe von Krediten oder im Wertpapierbereich ist dieser Begriff üblich. Inhaberschuldverschreibungen haben zum Beispiel einen Nennwert, man kauft zum Kurswert, dieser liegt unter dem Nennwert. Dazwischen wird der Diskont abgezogen. Bei der Berechnung des effektiven Jahreszinses im Kreditvertrag wird das Disagio auf die Laufzeit anteilig auf die Zinsen zu verrechnet. Banken sind bei der Vergabe von Krediten an Privatpersonen verpflichtet, die Vereinbarung der Spanne im „anfänglichen effektiven Jahreszins” auszuweisen.
Disagio steht für vorherigen Abzug, das Gegenteil ist das Agio. Da würde der Preis auf das zu erwerbende Finanzprodukt draufgeschlagen werden.

Was gibt es noch zu sagen?

In der Bilanz wird das Disagio wie folgt behandelt: Eine Aktivierung ist handelsrechtlich nach § 250 III HGB möglich, muss aber gesondert ausgewiesen werden. Das nennt man dann Rechnungsabgrenzungsposten. Disagio kann auch als Zinsaufwand im Jahr der Kreditaufnahme abgesetzt werden.

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