Einheitswert

Was ist der Einheitswert?

Der Wert wird in einem gesetzlich vorgegebenen, standardisierten Verfahren für bebaute und unbebaute Grundstücke festgelegt. Die Feststellung erfolgt immer zu einem bestimmten Stichtag, der immer der 1. Januar des Folgejahres der Wertänderung des Grundstückes ist. Im Bewertungsgesetz finden sich die Vorschriften zur Ermittlung des Wertes für wirtschaftliche Einheiten. Berechnet wird er auf Basis der Werteverhältnisse von 1935 im Osten und 1964 im Westen der Republik. Neben der Bauweise werden auch Lage und Ausstattung bei der Ermittlung mit berücksichtigt. Angewendet wird von den Ämtern entweder das Ertragswertverfahren oder das Sachwertverfahren.

Wo kommt der Einheitswert vor?

Der Wert ist eine wichtige Bemessungsgrundlage für Steuern, Gebühren und Beiträge rund um ein Grundstück. Seit 1998 dient er zur Bemessung für die Grund- und Gewerbesteuer den Finanzbehörden als Grundlage. Zum Einsatz kommt der Einheitswert sowohl bei privat wie gewerblich sowie land- und forstwirtschaftlich genutztem inländischen Grundbesitz.

Was gibt es noch über den Einheitswert zu wissen?

Der Einheitswert soll alle sechs Jahr neu festgelegt werden. In der Regel liegt er deutlich unter dem aktuellen Verkehrswert des Grundstücks oder der Immobilie. Wenn keine Unterlagen zu dem Grundstück vorliegen, nimmt das zuständige Finanzamt eine Berechnung anhand der Ersatzbemessungsgrundlage vor, welche sich an der Wohn- oder Nutzfläche orientiert.

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